Oktobersonne lässt deutsche Winzer strahlen
Die deutschen Winzer hoffen, dass der Oktober hält, was der September mit
trockenem, sonnigen Spätsommerwetter versprochen hat.
"Die Lese der frühreifen Sorten - wie beispielsweise Müller-Thurgau oder
Silvaner konnte aufgrund der guten Reifeentwicklung der Trauben in vielen
Anbaugebieten in diesem Jahr bereits früher als erwartet abgeschlossen
werden. Mit den eingebrachten Mengen und Qualitäten sind die Erzeuger
bisher außerordentlich zufrieden", so die erste Zwischenbilanz von Armin
Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts.
Die Reben haben lange von den zum Teil ausgiebigen Niederschlägen des
Sommers profitiert. Zudem begünstigte der warme August und der sonnige
September die Entwicklung der Trauben während ihrer Hauptreifephase. Die
ruhige Herbstwitterung mit ihren sonnigen Tagen und kühlen Nächten fördert
momentan den weiteren Reifefortschritt und eine intensive Aromaausbildung.
Die Gesamterntemenge lässt sich noch nicht genau abschätzen, denn bundesweit
sind erst etwa 50 % der Weinberge gelesen. Die Ernteerwartungen liegen nach
den bisher vorliegenden Ernteergebnissen vorsichtig geschätzt bei etwa 10,5
Mio. Hektoliter.
Gute Aussichten für spätreife Rebsorten
Große Hoffnungen liegen insbesondere auf den spätreifenden Rebsorten, wie
beispielsweise Riesling und Spätburgunder. Das gesunde Traubengut bei diesen
Sorten bestärkt die Winzer mit der Ernte noch zu warten, um das große
Potenzial voll auszuschöpfen. In den meisten Anbaugebieten liegen die
Öchslegrade bereits über dem langjährigen Mittel.
Allem Anschein nach darf der Verbraucher in diesem Jahr reife, fruchtige und
duftige Weine mit großem Entwicklungspotenzial erwarten.
Mehr Infos unter www.deutscheweine.de